Mittwoch, 25. April 2012

Oberst Landstreitkräfte grau effektierte Dienstuniform 1961 - 64

Grau effektierte Dienstuniform eines Oberst der Landstreitkräfte 1961 - ca. 64. Diese Uniformart wird leider in den Dienstvorschriften etwas vernachlässigt. Es wird angenommen, dass diese im Zeitraum 1959 - ca. 1964 getragen wurde, und zwar vorrangig bei Manövern, von Angehörigen des Stabes, Beobachtern. Vermutlich wurde diese Uniformart auch noch nach 1964 getragen, es ist wenigstens eine Jacke bekannt, welche im Jahre 1969 hergestellt wurde, und ebenfalls grau effektiert wurde, leider lässt sich nicht mehr 100 prozentig feststellen, ob die Effektierung zeitgenössisch ist. In dem hier gezeigten Falle wurde die Jacke zeitgenössisch effektiert.
Vermutlich wurden die Effektensätze an die Träger ausgehändigt, danach mussten sich die Träger selbst um die Effektierung kümmern. Es ist nicht bekannt, dass solche Uniformen im großen Umfang truppenseitig ausgegeben wurden.

Detailansicht der Jacke. Hellgrau lackierte Metallknöpfe, Effekten für Offiziere der Landstreitkräfte. Waffenfarben sind nicht ersichtlich.

Unterschiede zwischen Land - und Luftstreitkräfte sind lediglich an Kragenspiegeln und Mützenemblemen ersichtlich.


Herstelleretikette in der linken Innentasche. Herstellungszeitraum der Jacke: I. Quartal 1958.

Detailansich Schulterstück Oberst. Hier wurden die grau lackierten Rangsterne für jüngere Offiziere, 11,5 mm groß, verwendet.

Im Unterschied zum Mützenkranz für die grau effektierte Schirmmütze, welcher auf dunkelgrauem Besatztuch gestickt ist, wurden die Mützenkränze für die Ski - / Wintermütze auf steingrauem Tuch gefertigt. In dem hier gezeigten Fall schon mit DDR - Kokarde ab 1961.

Seitenansicht.

Herstellungsjahr der Mütze 1963.

Detailansichten einer Stiefelhose der 1. Generation mit Patte über der Uhrentasche, grauen Knöpfen mit Vertiefung,

Bundweitenverstellung mittels außenliegender Metallschnalle. Spätere Hosen verfügen nicht mehr über diese Schnallen, sondern wurden mit im Bund eingenähten Bändern verstellt.

Wadenverschluss noch mit 4 Knöpfen, später nur noch 3.


Montag, 23. April 2012

Oberleutnant Luftstreitkräfte Dienstuniform 1961 - 65

Dienstuniform eines Oberleutnant der Luftstreitkräfte 1956 (61) bis 1965, in der Ausführung als Felddienstuniform. Im Prinzip unterlag die Dienstuniform im Zeitraum 1956 bis 1975 kaum Veränderungen. Einzig Stoffqualität (die hier gezeigte entspricht der der 1961er - 66er Jahre), Effekten (Handstickereien, werden ab 1966 durch Metallprägungen ersetzt) und Größe der Knöpfe (ab 1960 / 61 20 statt 19 mm) verändern sich. Ab 1975 erhalten auch neu ausgegebene Dienstuniformen Paspeln an Ärmeln und Kragen.

Jacke ohne Paspelierungen, Kragenspiegel entgegen der Vorschrift handgestickt, so bis 1965 hergestellt.

Schulterstücke, genäht auf dünner Tuchunterlage.

Kragenunterseite, Zick - Zacknaht auf steingrauem Kammgarn.


Herstellerstepelung in der Jacke. I. Quartal 1964

herstellerstempel in der Stiefelhose .. / 1965

Feldmütze oder Käppi für Offiziere der Luftstreitkräfte 1956 - 62, hier mit abgeänderter Kokarde. Nach 1961 / 62 waren alle Offiziersfeldmützen ohne Paspelierung ausgeführt. Diese Kopfbedeckungen wurden jedoch noch über viele Jahre hinweg aufgetragen.


Herstellungszeitraum II. Quartal 1958

 Abbildung aus der 1961er / 62er Bekleidungsvorschrift, hier als normale Dienstuniform

Oberstleutnant Luftverteidigung 1962 - 65

Dienstuniform Oberstleutnant der Truppen der Luftverteidigung 1962 - 65. Dienstuniformen ohne Paspel, jedoch mit Effekten die denen der Landstreitkräfte entsprechen, mit hellgrauer Kantillenfüllung (Kragenspiegel / Ärmelpatten) bzw. hellgrauer Tuchunterlage (Dienstgradabzeichen). Vor 1962 trugen die Offiziere der LV die gleichen rotpaspelierten Uniformen, wie die Offiziere der Artillerie. Generale der LV trugen noch bis 1972 die Uniformen der Generale der Landstreitkräfte, mit der hochroten Waffenfarbe, und den Effekten der Landstreitkräfte. Erst ab 1972 trugen diese die Uniform und Waffenfarbe der Luftstreitkräfte, incl. Mützenemblem mit Propeller am Deckel.

Porträtansicht. Offiziere der Luftverteidigung trugen Uniformen wie die der Luftstreitkräfte, offener Fasson, Paradejacken blau paspeliert.
Dienstgradabzeichen des Oberstleutnant, frühe flache Ausführung mit 13,5 mm großen Rangsternen.

Dienstkragenspiegel für Offiziere der ersten Art, hier mit grauer Kantillenfüllung 1962 - 65.

Kragenunterseite. Zick - Zacknaht auf Filztuch hellgrau.

Herstellerstempel in der Brusttasche der Jacke. Vermutlich in Ermangelung eines passenden Größenstempels,  wurde hier aus einer Größe 44, eine 54 gemacht. Herstellungszeitraum IV. Quartal 1961.

Detailansicht Schirmmütze. Grundkörper entspricht der der Offiziere der Luftstreitkräfte, jedoich mit Mützenemblem der Landstreitkräfte bestückt. In der Zeit um 1961 sind ehem. rot paspelierte Schirmmützen (Artillerie / Luftverteidigung bis 1961) mit blauer Überpaspelierung vorgekommen.
Abbildung aus der 1961er / 62er Bekleidungsvorschrift


Freitag, 20. April 2012

Major Panzertruppen Winterdienstuniform 1961 - 63

Dienstuniform eines Major der Panzertruppen 1961 - 63.
Hier wird zur Dienstuniform die Winter - oder auch Skimütze getragen. Durchaus übliche, diese auch ohne Wintermantel zu tragen.

Gesamtansicht der Jacke und Dienstkoppel für Offiziere.


Kragenspiegel für Offiziere der Panzertruppen in der 1956 - 65 hergestellten Dienstvariante.

Kragen, Ärmel und Stiefelhose ohne Paspelierung.

Wintermantel für Offiziere der Landstreitkräfte, mit hochzuschließendem, dunkelgrauem Kragen.


Detailansicht der Wintermütze, in der ab 1961 vorgeschriebenen Form, ohne Paspelierung und mit maschinengesticktem Kranz, DDR-Emblem. Ab 1963 wurden schon die neuen Webpelzmützen, welche an anderer Stelle noch vorgestellt werden, eingeführt. Diese Form der Wintermützen wurde jedoch, wie meist, zum Dienst, noch über viele Jahre weitergetragen. Bei der DVP wurden diese Mützen noch bis 1967 hergestellt. Unter Anderem in den Einheiten der Zivilverteidigung (Nicht bei Hauptamtlichen Mitarbeitern) und den Kampfgruppen der Arbeiterklasse (Betriebskampfgruppen) "überlebte" diese Mützenform noch bis 1990.


Das hier gezeigte Exemplar wurde 1963 hergestellt, und wurde mit einem zusätzlichen Stempel des MfNV (Ministerium für National Verteidigung) gekennzeichnet.


Abbildungen aus der 1961er / 62er Bekleidungsvorschrift, hier jedoch statt der Wintermütze mit Schirmmützen.

Oberleutnant Artillerie Felddienstuniform um 1961

Felddienstuniform eines Oberleutnant der Artillerie um 1961. Gezeigt werden soll hier speziell, die in der Übergangszeit 1961 /62 üblich Praxis, noch gut erhaltene Uniformteile weiter zu nutzen, welche durch die Veränderungen in der Uniformierung in den Jahren 1961 / 62 eigendlich "ungültig" geworden waren. Wie schon vorher erläutert, wurden farbig Paspelierte Uniformen, welche in den Landstreitkräften durch weiß Papselierte ersetzt worden waren, zum Dienst weiter aufgetragen. Schirmmützen, Winter - (Ski -) Mützen und Feldmützen wurden weiß überpaspeliert. Bei Winter - und Feldmützen kam es auch vor, dass die alten farbigen Biesen einfach heruntergeschnitten und umgenäht wurden, so dass keine Paspelierung mehr sichtbar war.


Bei der hier gezeigten Feldmütze wurde die bis 1961 für die Artillerie gültige, rote Paspelierung mit einer weißen, nun für die gesamten Landstreitkräfte gültigen, Paspel übernäht.

Unter der weißen Paspel ist hier, noch gut erhalten, die alte rote Waffenfarbe zu erkennen.

Herstellungszeitraum war das III. Quartal 1957.

Oberleutnant Artillerie Stabsdienstuniform um 1961

Stabsdienstuniform eines Oberleutnant der Artillerie um 1961 / 62
Diese Uniform wurde Anfang der 1960er Jahre eingeführt und in der DV 1961 erwähnt. Getragen wird die Uniform zum Dienst in Stäben und von Lehrpersonal an Schulen. Hierbei wird (in der Regel) die unpaspelierte Dienstjacke mit der Langen Hose getragen. Im Sommer kann statt der Jacke auch die 1961 eingeführte Uniformbluse getragen werden. Koppel wird nicht angelegt.


Hier findet noch die farbig paspelierte Schirmmütze für Offiziere der Artillerie, jedoch schon mit ausgetauschter Kokarde Verwendung. Diese farbig paspelierten Uniformstücke konnten nach 1961 noch weitere 3 Jahre zum Dienst aufgetragen werden. Ebenso konnten die farbig paspelierten Paradejacken, ohne Ärmelpatten zum Dienst aufgetragen werden.

Kragenspiegel für Offiziere der Artillerie in der Dienstausführung 1956 - 65. Die Dienstgradabzeichen entsprechen der schon an anderer Stelle erläuterten, 1958 - 67 üblichen Herstellungsweise.

Jacke ohne Paspelierung, Hose lang, mit Papspelierung.

Seitenansicht der Schirmmütze. (Herstellungsjahr 1960)

Abbildung für eine Stabsdienstuniform Sommer mit Bluse aus der 1961er / 62 Bekleidungsvorschrift.